Als speziellen Service erläutern wir Ihnen auf dieser Seite die Fachbegriffe rund um die Pneus.
Viel Spaß beim Nachlesen!
Und sollte ein Thema fehlen, sprechen Sie uns an. Wir erweitern die Liste gerne fortlaufend.
Die Themen:
Alterung
Die Alterung von Gummi ist ein natürlicher Prozess, während dessen sich Elastizität und Haftfähigkeit geringfügig verändern. Dieser Prozess erfolgt sehr langsam und kann durch spezielle Alterungsschutzmittel im Reifen weiter verzögert werden. Dennoch sollte man z. B. einen Reservereifen, der mehr als 6 Jahre unbenutzt im Kofferraum lag, nicht zusammen mit völlig neuen Reifen fahren!
Aquaplaning
...nennt man das Aufschwimmen des Reifens auf einer Wasserschicht. Dieser Effekt stellt sich abhängig von Geschwindigkeit, Wasserhöhe, Profiltiefe und -aufbau, Luftdruck und Radlast ein. Das Fahrzeug kann dann keine Lenk- oder Bremskräfte mehr übetragen. Hinweis: Bei Aquaplaning das Lenkrad in der gleichen Position stehen lassen und auch bei seitlichem Abdriften nur leicht gegenlenken!
Auswuchten
Durch ungleiche Massenverteilung kann es zu einem Ungleichgewicht am Reifen kommen, welches Vibrationen verursacht. Um dem entgegenzuwirken, ist das Auswuchten an den Pkws sehr wichtig.
Fabrikatsbindung
Ein Fahrzeughersteller lässt für ein Fahrzeugmodell nur bestimmte Reifenfabrikate zu. Besonders sehr schnelle Fahrzeuge benötigen W- oder ZR-Reifen. Reifenfabrikate und Reifentypen, die vom Hersteller zugelassen sind, werden im Kfz-Schein angegeben oder bei späterer Umrüstung im Rädergutachten genannt (siehe auch ABE). Seit Anfang 2000 ist die Reifenfabrikatsbindung für PKW-Reifen aufgehoben. Unabhägig vom Eintrag in den Papieren ist jedes Reifenfabrikat zulässig. Ausnahme: reine ZR-Reifen. Für sie ist die Freigabe des Herstellers und ein Eintrag in den Papieren notwendig.
Geschwindigkeits-Index
... ist ein Geschwindigkeits-Symbol. Dieser Buchstabe am Ende der Größenbezeichnung gibt über die maximal erlaubte Höchstgeschwindigkeit des Reifens Auskunft (z. B. 195/65 R 15 91 H)
S = bis 180 km/h
T = bis 190 km/h
H = bis 210 km/h
V = bis 240 km/h
W = bis 270 km/h
Y = bis 300 km/h
ZR = über 240 km/h
Haftung
Wird die Fähigkeit jener Laufflächen-Gummimischung bezeichnet, die sich möglichst intensiv mit der Straße verbindet. Wobei Experten zwischen der Makro- und Mikrorauigkeit des Straßenbelags unterscheiden. Haftung bei Nässe und insbesondere bei Schnee wird durch eine ausgefeilte Lamellentechnik und spezielle Gummimischungen erreicht.
Haltbarkeit
Reifen, die älter als 5 Jahre sind, sollten Sie generell vom Fachhändler überprüfen lassen. Auch wenn die Laufleistung nicht so hoch ist, kann sich die Haftfähigkeit und Elastizität der Reifen im Laufe der Zeit verändern.
Herstellungsdatum
Das Herstellungsdatum eines Reifens lässt sich an der mit den Buchstaben DOT beginnenden Indentifizierungsnummer auf der Reifenflanke ablesen. Die letzten drei Ziffern stehen für die Kalenderwoche und das Jahr, z. B. 049 = 4. Woche 1999. Ein zusätzliches Dreieck hinter der letzten Ziffer zeigt an, dass der Reifen aus den 90er Jahren stammt. Seit dem Jahr 2000 ist die DOT-Nummer vierstellig, z. B. 4206. Die ersten beiden Ziffern geben die Produktionswoche an. Bei unserem Beispiel die Woche 42. Die beiden letzten Ziffern (06) definieren das Baujahr, hier 2006.
Luftdruck
Der korrekte Luftdruck entscheidet darüber, ob die Reifen ihr volles Leistungsspektrum wie Kilometerleistung, Kurvenhaftung, Dauerfestigkeit, Bremsweg usw. entfalten können. Wichtig deshalb: Alle 14 Tage bei kalten Reifen kontrollieren! Achtung: Niemals nach längerer Fahrt den Luftdruck absenken! Bei der Fahrt erwärmen sich die Reifen, und der Reifenluftdruck steigt automatisch an.
Luftverlust
Da die Luftmoleküle auch bei einem luftdichten Reifen langsam nach außen dringen, nimmt der Luftdruck stetig ab - wenn auch nur in geringem Maße. Plötzlicher Luftverlust läßt das Fahrzeug instabil werden. Besonders kritisch wird es, wenn die Hinterachse betroffen ist, da die Seitenführung des Fahrzeugs plötzlich ausfällt.
Montage
Bei der Montage werden lediglich die Reifen inkl. Felgen auf die Achse angebracht. Ein Auswuchten empfiehlt sich in den meisten Fällen.
Pannensichere Reifen
Solche, oder Reifen mit Notlaufeigenschaften sind heute noch nicht handelsüblich. Im Pannenfall wird nach wie vor das Reserverad montiert. Mit seinem PAX-Reifensystem hat Michelin eine wegweisende Lösung entwickelt. Auch mit platten Reifen kann man nun noch 200 km weit fahren, und das mit 80 km/h. Ein plötzlicher Luftverlust des Reifens verliert so ebenfalls seinen Schrecken. Weitere Vorteile dieser revolutionären Pneus: Verringerung von Rollwiderstand und Kraftstoffverbrauch und besseres Fahrverhalten.
Profiltiefe
Von der Profiltiefe hängt ab, wie gut ein Reifen auf feuchten, nassen, verschneiten oder lockeren Untergründen haftet. Je geringer die Profiltiefe eines Reifens, desto eher schwimmt er auf Wasser auf. Zwischen Straßen- und Reifenoberfläche bildet sich dann ein gefährlicher Film. Ein Vorgang, den man auch Aquaplaning nennt. Sicherheitshalber sollte man die Profiltiefe regelmäßig prüfen. In Deutschland ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben.
Reifenwechsel
Nach etwa 10.000 Kilometern sollten Sie die Reifen überprüfen lassen. Ein Wechsel ist hier meist erforderlich. Evtl. reicht es fürs erste, die vorderen gegen die hinteren Reifen auszutauschen. Diese würden dann gleichmäßiger abgefahren und können später komplett ausgetauscht werden. Sollte man nur zwei neue Reifen montieren lassen, dann gehören diese "besseren" Reifen immer auf die Hinterachse, unabhängig von der Antriebsart (gilt auch bei Allrad). Denn die Haftung der Reifen auf der Hinterachse entscheidet über die Führung des Fahrzeugs, insbesondere in Kurven.
Reserverad
Das Reserverad liegt oft in einem Dornröschenschlaf. Im Ernstfall hat der Ersatzreifen dann nicht genügend Luft. Außerdem häufiges Problem: die Radmuttern der Aluräder passen nicht auf das übliche Stahlrad! Aus diesem Grunde sollten Sie das Reserverad in den turnusmäßigen Reifenwechsel mit einbeziehen. Das gilt natürlich nicht für Noträder. Und immer: Luftdruck prüfen!
Sägezahn
So nennen Reifentechniker den ungleichmäßigen Abrieb an den Querkanten von Profilblöcken in Laufrichtung des Reifens. In fortgeschrittenem Stadium verursachen Sägezähne oft lästige Vibrationen und Laufgeräusche. Das läßt sich vermeiden, wenn man zwischen Vorder- und Hinterachse rechtzeitig wechselt. In hartnäckigen Fällen sollte man allerdings den Reifenfachmann um Rat fragen.
Sommerreifen
Steigt die Temperatur verlässlich auf über 7 oC sollte man die Sommerreifen aufziehen. Denn dann sind die Sommer- den Winterpneus deutlich überlegen und dies wirkt sich nicht nur auf die Haftung sondern auch den Kraftstoffverbrauch aus.
Ventile
Diese ermüden ebenso wie Reifen, vor allem dann, wenn es sich - wie bei Stahlrädern durchaus üblich - um Gummiventile handelt. Starke Zentrifugalkräfte, Straßenschmutz und Bremsabrieb setzen den Ventilen zu. Daher sollten bei jedem Reifenwechsel auch die Ventile ersetzt werden.
Winterreifen
Generell gilt die Regel, Winterreifen sollten (je nach Witterung mindestens) von 0(ktober) bis O(stern) zur Pflichtausrüstung Ihres Fahrzeugs gehören. Mit ihren speziellen Profilen und Gummimischung bieten sie größtmögliche Sicherheit bei allen winterlichen Straßenbedingungen. Häufig nicht bekannt ist die Tatsache, dass Gummimischungen von Winterreifen bei niedrigen Temperaturen später aushärten und deshalb schon bei unter ca. 7°C kürzere Bremswege und somit mehr Sicherheit ermöglichen, und das auf trockener wie nasser Fahrbahn.



